KUNSTFESTIVAL STROM IV

Plakat Stromfestival IV

27. - 30. August 2015

Das erfolgreiche Kunstfestival Strom geht in die vierte Runde. Am letzten Augustwochenende ist es wieder soweit.

In diesem Jahr wird der Titel des Festivals erstmals zum Programm. Strom ist Bewegung. Ob Elektronen, Wasser- oder Luftmoleküle, ihre Bewegung verändert. Kunst mit und aus elektrischem Strom, von der digitalen Kunst bis hin zu kinetischen Objekten, der Strom im Wasser, der Luftstrom, Passives, Interaktives, Reaktives aus den Bereichen Bildende Kunst, Musik und Performance. Kurator und Organisator 2015 ist Oliver Niemöller.
Das Kunstfestival STROM wird veranstaltet vom Bayenwerft Kunsthaus Rhenania e.V., in dem viele der rund 40 Künstler des Kunsthauses Rhenania im Kölner Rheinauhafen organisiert sind.

Öffnungszeiten:
Do. 27.8.2015 19:00 – 1:00 Uhr
Fr. 28.8.2015 12:00 – 1:00 Uhr
Sa. 29.8.2015 12:00 – 1:00 Uhr
So. 30.8.2015 12:00 – 19:00 Uhr

Gefördert durch Kulturamt der Stadt Köln, Kunststiftung NRW, RWE Stiftung für Energie & Gesellschaft



http://www.stromfestival.de

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Lecture Performance

3.September 2015

Hito Steyerl // Kassem Mosse
Eye Explosion // Combat Zones That See
Ein Projekt im Rahmen der →PLURIVERSALE III.

20:00 Ort: Bayenwerft Kunsthaus Rhenania e. V., Bayenstraße 28, 50678 Köln
Tagesticket für Hito Steyerl & Kassem Mosse: 8 €, ermäßigt 5 €
Tickets unter →tixforgigs.com In englischer Sprache

Hito Steyerl ist in den letzten beiden Jahren wiederholt nach Kobanê und Suruç gereist, als dort die Kämpfe zwischen ISIS und den kurdischen Milizen wüteten. Als Augenzeugin des Krieges wie auch als Filmemacherin fragte sie sich, warum sie vor Ort nichts zu sehen vermochte oder vielmehr: warum sie nicht in der Lage war, etwas von dem zu verstehen, was sie sah. Diesen Fragen widmete sich Steyerl zuletzt in einer Reihe von Lecture Performances, Filmen und Videoinstallationen, die sich mit der Optik und den Bildern des Krieges beschäftigen – und zwar unabhängig davon, ob diese simuliert oder real sind, fiktiv oder faktisch gegeben. Angeregt von der kinematografischen Grammatik des späten Harun Farocki untersucht Steyerl die Blindheit ihres eigenen Filmmaterials vom Schlachtfeld und entwirft dabei Spekulationen über das in Kriegsgebieten eingesetzte Videoüberwachungssystem ARGUS-IS sowie über Luftaufnahmen, Objektverfolgung und Autonomie.

Kassem Mosse
Combat Zones That See

21:30 Ort: Bayenwerft Kunsthaus Rhenania e. V., Bayenstraße 28, 50678 Köln
Tagesticket für Kassem Mosse

Kassem Mosse fortlaufendes Projekt erforscht den Sound des Krieges auf eine unerwartete Weise, nämlich über den Blick auf das Schlachtfeld. Hier werden militärische Modelle für die Analyse optischer Daten in Ton übersetzt und heruntergebrochen: Automatisierte Objektverfolgung, Musteranalysen und Erfassungsstrategien, die heute auf Schlachtfeldern eingesetzt werden – all dies wird eingespeist in miteinander verbundene Versuchsanordnungen veralteter Musiktechnologie. Die Performance in Köln wird eine Soundumgebung schaffen, in der reale, übertragene und fiktionale Geräusche mit Musik collagiert werden. Die Materialauswahl vermeidet Reißerisches ebenso wie den Sound des industrialisierten Krieges zugunsten der Töne von Unterhaltungstechnologien in Kriegszeiten: das sanfte Knistern von Feuer, der Sound des Geldtransfers, das tiefe Surren von Festplatten mit Videobildmaterial, der Signalton eines Mobiltelefons an der Front, das Rascheln von Plastikplanen im Wind, Gummisohlen, die auf Asche treten, das zarte Geräusch von Kameraobjektiven, die entfernte Objekte und Gestalten heranzoomen, und die digitalen Störsignale aus Skype-Gesprächen.

MISSILES

4.September 2015

Freitags, 21:00 Einlass
22:00 Beginn, eine Pause

MEMBERS & Guests:

Adam, Tom - Stimme
Ames, Anke - Bratsche
Bogumil, Gernot - Pockethorn, Bass
Brüning, Andreas - E-Gitarre
Dicke, Hartmut - Tenorsax
Göllmann, Robby - Altsaxophon
Hendricks, Monika - Bass, Querflöte
Jansen (Peter Padlt) Mike (Michael) - Flügel
Kohlmetz, Valerie - Perkussion, Electronics
Kramer, Viola - Electronics, Stimme
Matzerath, Lukas - E-Gitarre
Mohammed, Indira - Stimme
Prömm, Angelika - Violine
Rieger, Gerd - Altsaxophon
Roland Borch - Posaune

Ralf Schloßherr - Drums
Schmalenberg, Nadja - Spirit, Stelzen, Gesang

Willi Strack - Perkussion
Terbach, Johannes - Spirit, Stelzen
Weber, Rainer - Klarinetten

Frank Köllges, Spirit

4.09.2015 Klangforschungen der Missiles.de
6.11.2015 Klangforschungen der Missiles.de
4.12.2015 Missiles.de - Spezial: Live-Hörspiel-Vertonung (dazu kommen demnächst noch mehr Informationen)






MUSIKLABOR

6.September 2015

MUSIKLABOR
06. September 2015  17:00 Uhr
Live Acoustics
LOLA MOODS
Albrecht Maurer Violine
Simon Nabatov Piano
Live Remix
Kristoffer Lislegaard
Live Elektronik, Gitarre
weitere Informationen:
http://musiklabor-koeln.de
In Lola Moods wird eine Partitur wie im "Film Lola" rennt mehrmals durchlaufen und kleine Veränderungen im Ablauf führen zu großen Wirkungen. In der Partitur warten Hindernisse und Freiräume, die solistisch oder im Duo spielerisch genommen  werden. Simon Nabotov und Albrecht Maurer verweisen auf langjährige Erfahrung mit Notenräumen und Freiräumen, dieses erste Zusammentreffen im Duo verspricht Abwechslung auf höchstem Niveau.
Als Digital Native gehört Lislegaard zur jungen Generation der norwegischen Elektronikerszene bei der Computertechnik, Soundprogrammierung von Beginn an zu einer musikalischen Einheit verschmolzen sind. Er produziert heute erfolgreich Pop Musik, doziert im jungen Alter schon an der Musikhochschule in Oslo und arbeitet nebenbei als Live-Remixer auf internationaler Ebene.

TEJAL SHAH

13. September - 24. Oktober 2015

Als Auftakt der kuratierten Ausstellungsreihe präsentiert das Kunsthaus Rhenania die erste institutionelle Einzelausstellung der indischen Künstlerin Tejal Shah (geb. 1979 in Bhilai) in Europa.

Die Schau konzentriert sich auf ihre zentralen Themenkomplexe Gender, Queerness, Postporn sowie Natur, Anthropologie und Anthropozän. Neben Shahs neuester Videoarbeit „Some Kind of Nature“ (2013–2014) ist eine Neufassung der Videoinstallation „Between the Waves“ (2012) zu sehen, mit der Tejal Shah auf der documenta 13 vertreten war. Darüber hinaus zeigt die Ausstellung thematisch passende Collagen und Zeichnungen. Ergänzt wird die Präsentation durch einen Interviewfilm, der die bisherige Arbeit der Künstlerin zusammenfassend darstellt.
Tejal Shah verschmilzt in ihren Arbeiten die Gegensätze zwischen Frau und Mann, Natur und Mensch, Tag und Nacht, West und Ost, Vergangenheit und Gegenwart. Ihre dichten, von rätselhaften Wesen zwischen Mensch und Tier bevölkerten Welten sind gleichermaßen utopisch wie dystopisch. Shah verwebt mythische, historische und zeitgenössische Elemente zu einer poetischen Bilderwelt und wirft über diese einen neuartigen Blick auf unserer Gegenwart.

13.09.–24.10.2015
Eröffnung: 12.09.2015 ab 19 Uhr (die Künstlerin ist anwesend)
Öffnungszeiten: Donnerstags–Samstag von 17–21Uhr

All exhibited Materials (Films, Prints) are courtesy of the artist, Barbara Gross Galerie, Munich and Project 88, Mumbai.

Gefördert durch die Akademie der Künste der Welt.

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Lecture Performance

Hito Steyerl // Kassem Mosse
Eye Explosion // Combat Zones That See

03​ 09​ 2015

Hito Steyerl


Eye Explosion



Ein Projekt im Rahmen der →PLURIVERSALE III.

20:00
Ort: Bayenwerft Kunsthaus Rhenania e. V., Bayenstraße 28, 50678 Köln
Tagesticket für Hito Steyerl & Kassem Mosse: 8 €, ermäßigt 5 €
Tickets unter →tixforgigs.com In englischer Sprache


Hito Steyerl ist in den letzten beiden Jahren wiederholt nach Kobanê und Suruç gereist, als dort die Kämpfe zwischen ISIS und den kurdischen Milizen wüteten. Als Augenzeugin des Krieges wie auch als Filmemacherin fragte sie sich, warum sie vor Ort nichts zu sehen vermochte oder vielmehr: warum sie nicht in der Lage war, etwas von dem zu verstehen, was sie sah. Diesen Fragen widmete sich Steyerl zuletzt in einer Reihe von Lecture Performances, Filmen und Videoinstallationen, die sich mit der Optik und den Bildern des Krieges beschäftigen – und zwar unabhängig davon, ob diese simuliert oder real sind, fiktiv oder faktisch gegeben. Angeregt von der kinematografischen Grammatik des späten Harun Farocki untersucht Steyerl die Blindheit ihres eigenen Filmmaterials vom Schlachtfeld und entwirft dabei Spekulationen über das in Kriegsgebieten eingesetzte Videoüberwachungssystem ARGUS-IS sowie über Luftaufnahmen, Objektverfolgung und Autonomie.

Kassem Mosse


Combat Zones That See



21:30
Ort: Bayenwerft Kunsthaus Rhenania e. V., Bayenstraße 28, 50678 Köln
Tagesticket für Hito Steyerl & Kassem Mosse: 8 €, ermäßigt 5 € Tickets unter →tixforgigs.com

Kassem Mosses fortlaufendes Projekt erforscht den Sound des Krieges auf eine unerwartete Weise, nämlich über den Blick auf das Schlachtfeld. Hier werden militärische Modelle für die Analyse optischer Daten in Ton übersetzt und heruntergebrochen: Automatisierte Objektverfolgung, Musteranalysen und Erfassungsstrategien, die heute auf Schlachtfeldern eingesetzt werden – all dies wird eingespeist in miteinander verbundene Versuchsanordnungen veralteter Musiktechnologie. Die Performance in Köln wird eine Soundumgebung schaffen, in der reale, übertragene und fiktionale Geräusche mit Musik collagiert werden. Die Materialauswahl vermeidet Reißerisches ebenso wie den Sound des industrialisierten Krieges zugunsten der Töne von Unterhaltungstechnologien in Kriegszeiten: das sanfte Knistern von Feuer, der Sound des Geldtransfers, das tiefe Surren von Festplatten mit Videobildmaterial, der Signalton eines Mobiltelefons an der Front, das Rascheln von Plastikplanen im Wind, Gummisohlen, die auf Asche treten, das zarte Geräusch von Kameraobjektiven, die entfernte Objekte und Gestalten heranzoomen, und die digitalen Störsignale aus Skype-Gesprächen.